Schachecho



Schachecho 1/2010

Wieder auf Aufstiegskurs
Es bleibt spannend in der Bezirksoberliga. Nachdem unsere Erste bereits gegen Buxtehude eine Packung gekriegt hatte, ging es diesmal gegen den bisher ungeschlagenen Tabellenführer aus Stade. Ein Sieg musste her, sonst wäre der Aufstieg in unerreichbarer Ferne gerückt.
Das erste Mal konnte die Erste auch nicht in Stammbesetzung antreten. Alexander ist aktuell zur Kur. Vertreten wurde er von Matjes, was sich als keine schlechte Entscheidung erweisen sollte. Matjes spielte konsequent und bezwang seinen jungen Gegner. Am Ende war das Ergebsnis sogar überraschend deutlich. Holger, Slavko, der Doc und Nikolaus spielten ihre Gegener ebenfalls an die Wand. Lutz gab sich mit einem halben Punkt zufrieden. Nur Sven und Jan-Henrik konnten mit ihren Gegnern nicht mithalten und unterlagen. Das änderte jedoch nichts an der hervorragend Leistung gegen die kommenden "Schwergewichte" aus Stade.
Nach diesem dringend benötigte Sieg spielt die Erste wieder ganz vorne mit. Nun heißt es keine Schwäche mehr zu zeigen und alle kommenden Gegener höchstmöglich zu besiegen. Es zählt (mal wieder) jeder Mannschaftspunkt. Aktuell ist nur Platz zwei in Tabelle. Wollen wir hoffen, dass sich das noch ändert.

Gut gespielt und trotzdem verloren
Für die Zweite ging es diesmal auf der Mission Klassenerhalt gegen Böhmetal. Leider glänzten diesmal gleich drei Stammspieler durch Abwesenheit. Matjes musste Alexander in der Ersten vertreten, Jörn war zum wiederholten Male nicht zum Spielen zu bewegen und Martin war terminlich verhindert. Also musste zum Leidwesen Norberts, wieder mal die Dritte zerpflückt werden. Die Böhmetaler waren trotz ihrer geringen Mannschaftskapazität (9 Spieler) vollbesetzt.
Für einige war das Spiel dann aber auch schnell wieder vorbei. Günni musst zuerst seine Dame für Turm und Läufer geben und im weiteren Verlauf dann auch noch einen Turm abgeben und somit den Punkt. Sven und Mareike schoßen ebenfalls einen Bock. Andy, der sehr kurzfristig zugesagt hatte, war auch recht schnell fertig. Allerdings hatte er sich am letzten Brett ein beachtliches Remis erkämpft.
So waren nach nicht mal drei Stunden schon die Hälfte der Partien beendet und für die Zweite sah es garnicht gut aus. Zu diesem Zeitpunkt kam dann noch das Angebot des Böhmetaler Mannschaftsführers, die übrigen noch laufenden Partien alle remis zu geben. Den Sinn dahinter verstand niemand so recht (das hätte immerhin eine 2.5 - 5.5 Niederlage bedeutet) und es wurde Mehrheitlich abgelehnt. Dass sich das gelohnt hatte zeigte sich kurze Zeit später, als Erik seinen Freibauern mehr oder weniger kompetent zur Umwandlung brachte und damit den ersten vollen Punkt holte. Auch bei Karsten hatte es sich gelohnt. Er spielte hochkozentriert und setzte seinen Gegner ziemlich unter Druck. Dieser konnte nicht mehr lange stand halten und gab auf. Das einzige Sorgenkind zu der Zeit war Henrik. Hatte er doch bisher in der Dritten alle Spiele gewonnen, so stand er diesmal schon sehr lange schlechter mit einigen Bauern weniger. Trotzdem gab er nicht auf und brachte seinen Gegner doch noch einige Male zum Grübeln. Es dauerte sehr lange bis dieser seinen Vorteil umsetzen konnte. Die bedeutete dann aber leider auch die entgültige Niederlage für die Mannschaft. Marc war dann der Letzte, der noch spielte. Er hatte zwar einen Bauern mehr bei verschiedenfarbigen Läufern, schaffte es aber nicht so richtig den Vorteil zu verwerten. Schlussendlich blieb es dann doch beim Remis. Angesichts des hohen DWZ- und Altersunterschiedes war das Gesamtergebnis noch relativ knapp.
Die Böhmetaler dürften damit den Klassenerhalt sicher haben. Die Zweite muss sich da noch ein bisschen strecken. Gegen Langlingen sollte es das nächste Mal auf jeden Fall besser werden als letzte Saison.

Same procedure as last year
Bei der Dritten lief es von Anfang an nicht rund. Zuerst musste Norbert relativ kurzfristig die Führung und Organisation der Mannschaft übernehmen, da Claus überraschend ins Krankenhaus musste. So stand Norbert am Freitag vor dem Problem noch eine komplette Mannschaft aufstellen zu müssen, gerade wo die Zweite diesmal zwei Ersatzspieler brauchte. Schlussendlich bekam er dann aber doch noch eine komplette Truppe zusammen, sodass es gegen den Mitabstiegskandidaten Schneverdingen gehen konnte.
Norbert hatte zu seiner "großen Freude" mal wieder spielfrei. Luise am zweiten Brett spielte souverän und erreichte ein Remis gegen einen 1400er. Schlachter war, trotz eines Auswärtsspiels, in Topform und schob seinen 150 Punkte stärken Gegener schnell zusammen. Keine schlechte Ausgangssituation sollte man meinen, da auch Achim gegen seinen jungen, dwzschwachen aber sehr stark spielenden Gegener ebenfalls einen ganzen Punkt holte.
An den hinteren Brettern sah es nicht ganz so gut aus. Robert stand zunächst gut und überzog dann aber seine Stellung, wie schon sooft in dieser Saison. Christian Kuhnle hatte seinem deutlich erfahreneren Gegner (Jahrgang 1935) auch nicht viel entgegenzusetzen. Hannah und Julien waren dann auch unachtsam und gaben beide einen Punkt ab. Das Resultat wie schon sooft für Dritte: 3.5 - 4.5 verloren (zum 4. Mal in 5 Spielen). Es ist wie ein Fluch. Vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass Mareike und Topscorer Henrik in der Zweiten aushelfen musste und Benjamin, der ja auch fast immer für einen Punkt gut ist, aus anderen Gründen verhindert war. Der Traum vom Klassenerhalt scheint sich langsam in Rauch aufzulösen.

Marc Perrey